Wer hat, der hat

„Wer hat, dem wird mehr gegeben, wer nicht hat, dem wird auch noch das Wenige genommen werden.“

Geflügelte Worte aus der Bibel, allerdings scheinbar keine wirklich schönen Gedanken, wenn man sie einmal kurz überliest. Da schüttelt es den armen Menschen und die Hoffnung geht sich sofort im Keller betrinken. Nun steht man plötzlich allein da, mit dieser göttlichen Drohung und einer unverdaulichen Aussicht, verdammt zur ewigen Hilflosigkeit. Denn wie sollte sich etwas im eigenen Leben mehren, wenn man es gar nicht hat und geben kann?

 

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Jahre sind nun seit dem ersten Lesen vergangen und alle Hoffnung wurde längst durch Gegenwärtigkeit ersetzt, denn anders ging es gar nicht mehr. Da dämmert es dem schlafenden Sohn Gottes im Menschen, das Ich hat die Worte missverstanden. Denn die Wahrheit ist wie immer ganz einfach. „Wer hat, dem wird mehr gegeben, wer nicht hat, dem wird auch noch das Wenige genommen werden.“ Dabei handelt es sich fühlbar und offensichtlich, um eine Art universeller Gleichung, und zwar zur Berechnung des Einkommens jeglicher Art. Jeglicher Art aus jenem einfachen Grund, da man alles in die Berechnung eingeben kann.

Wer zum Beispiel Freude hat, dem wird noch mehr gegeben. Wie und in welcher Art ist total nebensächlich. Eventuell durch schöne Gedanken, durch günstige Umstände oder einen unerklärlichen Zufall, jedenfalls wird es Freude sein. Dass sich auch die Wut im Menschen, mit dieser universellen Gleichung, ungünstig leicht im Leben mehren lässt, ist eine Form der Gerechtigkeit, die nur versteht, wer die bedingungslose Großzügigkeit des Lebens erkennt und darüber hinaus entdeckt, nichts kann schöner oder leichter sein, als man es wahrnimmt.

 

Große Wünsche

Gottes Liebling Mensch

Inspiriert von Gedanken und Einsichten, die man hier nachlesen kann, habe ich mir in meinem Leben mal genauer angesehen, welche Wünsche bis jetzt erfüllt wurden und welche eher nicht. Überraschenderweise zeigte mir der Rückblick, dass all jene, sogenannten „großen“ Wünsche, bisher stets erfüllt wurden, wenn die damit einhergehende Bewegung –  wahrhaft die Qualität meines Lebens undenkbar erweiterte. Jedes Mal war es wie ein Übergang von dem alten in ein neues Leben.

Ich erinnere mich an ungefähr acht Gelegenheiten, in denen ich mir still Großes oder auch Unglaubliches wünschte und sofort danach wieder in mir fallen ließ, weil selbst mir, das Ganze doch sehr verspinnert und jegliche eigene Bemühung – als aussichtslos erschien. So wurde in diesen Fällen – tatsächlich nur durch mein Umfeld gewirkt, und ich brauchte lediglich der Spur zu folgen, bis ich direkt in der gewünschten Realität ankam. Einmal wurde sogar eine Grenze geöffnet, und dies nur…

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Amtliche Einsichten

Gottes Liebling Mensch:

Amtliche Einsichten

von Luxus Lazarz

Niemand kann den Menschen zwingen zu sein, was er ist. Alle wollen etwas werden, obwohl sie vom ersten Atemzug an bereits sind. Dennoch vermögen es manche zwischen uns, ein ganzes Leben lang, so zu bleiben, wie sie von Anbeginn sind, liebenswert.

Obwohl diese Menschen, ebenfalls Mutter und Vater hatten sowie all den anderen Zubehör, den ein Mensch allgemein braucht, um glücklich zu sein, oder auch nicht, haben diejenigen es wahrhaft geschafft – zu bleiben, was sie sind, tatsächlich und fühlbar liebevolle Oasen – im wachsenden Wahnsinn von Fortschritt, Kaufrausch und Wettbewerb, die scheinbar die ganze Welt ergriffen haben.

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Dinge, die einfach so geschehen

Ich lebe mit einem Menschen zusammen in einem Haus. Ich liebe diesen Menschen. Immer öfter kann ich beobachten, wie ich selbst etwas er- oder bedenke und der andere Mensch es anschließend tut. Kein Wort sagte ich und dennoch werden diese Dinge ausgeführt. Ich denke zum Beispiel, dass es schön wäre, wenn dieser Mensch heute das Tor im Hof schließen würde. Er tat es sonst nie. Keine mündliche Bitte half. Aus unbekanntem Grund fiel es dem Menschen stets wieder aus der Erinnerung. Nachdem ich es nur noch einmal wünschend dachte, tat er es, einfach so. Das eigene Denken geschieht für mich. Ich denke weiter im Jetzt, dieses oder jenes wäre schön und dieses wäre mir genau jetzt Willkommen, und dann staune ich ganz echt, wenn es tatsächlich so passiert, wie es mein eigenes Denken hat – manchmal nur Minuten zuvor – generiert.

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